Dienstag, 20. Januar 2015

Filmreifes Wochenende

Leichtes Zwicken gehört beim Sporteln oder kurz danach eigentlich dazu und ist nix, worüber ich mir noch groß Gedanken mach, da die Beschwerden meist nur ganz kurzer Dauer sind....

Dass es dieses Mal etwas heftiger war, schob ich auf den blöden Infekt, den ich mir schon wieder eingefangen hatte ...

Das Ende vom Lied war, dass Samstag Abend der Notarzt kommen musste ... so weit so gut ....  oder auch nicht ...... die Schmerzen wurden immer mehr ......

Gut, dass mein Hausarzt Notdienst hatte und ich am Sonntag in die Sprechstunde kommen konnte ... es stand relativ schnell eine erschreckende Diagnose im Raum ..

Die einzig sinnvolle Entscheidung war im Krankenhaus abzuklären, ob sich der Anfangsverdacht bestätigt .... auch das stand relativ schnell fest ...... es ist eine Thrombose im Bein ..... ich war echt geschockt ...

Nach etlichen Diskussionen mit Ärzten, Schwestern und meiner Frau hab ich mich dann am Ende doch dazu breit schlagen lassen, zumindest mal eine Nacht zur Beobachtung bzw. zur fixeren Untersuchung zur Ursachenforschung im Krankenhaus zu bleiben ...

Zimmerbezug war dann auch gleich erledigt ..... mich hat einfach nur gewundert, dass ich Angaben, die ich zuvor gemacht hatte, noch einmal angeben musste.....

Mit meinem schwer kranken Zimmernachbarn war kaum Kontakt aufzunehmen..... OK...... ich konnte mich mit Fernseh und Handy ablenken......

Was sich nach und nach aber rauskristallisierte.... bei dem kranken Mensch musste immer wieder ein Beutel ausgetauscht werden, das auch mit Geräuschen, Licht und unangenehmen Gerüchen verbunden war ...

Das 'Abendessen' war grad so ernüchternd wie schon der ganze Tag bisher ... 

OK.. so lange ich Fernsehen konnte war das Versorgen des Zimmernachbarn nicht unbedingt ein riesen Problem......

Nur mit meinem schmerzenden Bein und ständiger Störung ca. jede 20 Minuten durch die Schwester war an Schlaf nicht zu denken.....

Gegen 1 Uhr morgens hab ich dann so lange Theater gemacht, bis die Nachtschwester ein Einsehen hatte und mich in ein nicht belegtes Privatzimmer verfrachtet hat.....

Nachdem ich echt noch aufgebracht war, war natürlich auch wegen der Schmerzen an einen sofortigen Schlaf auch nicht zu denken....

Kurz vor 2 hatte ich dann das letzte Mal auf die Uhr geschaut .....

Ich wurde recht unsanft geweckt ... 7 Uhr morgens ... wahhhhh.... und dann noch mit Festbeleuchtung ... Feingefühl der Schwester? Fehlanzeige .... mensch war ich sauer ... nach ner kurzen Ansprache waren sie dann Gott sei Dank wieder draußen ....

Ich war NATÜRLICH wach.... grmpf....

Ich konnte mich erinnern, dass ich am Vortag zu einer Schwester gesagt hatte, dass ich nicht unbedingt Süßkram zum Frühstück brauche ....

Da war es wieder .... warum muss ich eigentlich alles 3 Mal erzählen? Ich hatte NATÜRLICH Marmelade auf dem Teller ...... und NATÜRLICH war zuerst niemand da, dem ich mein Anliegen vernünftig mitteilen konnte...

Es ging so weiter .... irgendwann am Vormittag wurde ich dann samt Bett zu Untersuchungen geschoben.... laufen durfte ich nicht .... das hatte ich verstanden... sie wollten einfach vermeiden, dass sich der Pfropf löst.....

Aber zu den Untersuchungen wurde kein Ton verloren, was und wie und warum.... ich hab mich echt gefühlt wie ein Trottel...... wie ein Versuchskaninchen, dem man nur das Geld aus der Tasche ziehen will...

Etwas angefressen stand ich dann samt Bett teilweise aufm Flur vom öffentlich zugänglichen Diagnostikum.... angefressen war gar kein Ausdruck....

Zurück von den Untersuchungen war NATÜRLICH das Mittagessen vorbei.... abgesehen davon hätte ich eh keinen Hunger gehabt ... ich hab dankend drauf verzichtet, da ich mir sicher war, irgendwas kaltes matschiges zu bekommen .....

Danach begann ein banges Warten, ob man überhaupt mit mir redet .... irgendwann am Nachmittag willigte ich dann noch einer weiteren Untersuchung ein, verbunden mit der Hoffnung, dass ein Wort über die Untersuchungen am Vormittag verloren wird ..... wieder Fehlanzeige.... auch über Entlassung wurde nur vage geredet .....

Auf bohrende Nachfrage wurde mir dann erklärt, dass ich doch wegen der Anpassung des modisch kleidsamen Strumpfs doch noch eine Nacht bleiben sollte ....

Als ich dann von mir aus erklärte, dass es doch Sinn machen würde, das selber zu erledigen, war mit der Ärztin endgültig nicht mehr zu reden... so was zickiges ist mir selten über den Weg gelaufen...

Nach etwas Hin und Her ließ sie sich dann doch herab und stellte mir wenigstens die Papiere zur Entlassung bereit ...

So liebend gern bin ich noch nie irgendwo schon fast geflüchtet ... 

Der Rest in der Sprechstunde vom Hausarzt war reine Formsache.....die notwendigen Rezepte waren gleich rausgeschrieben und auch die weitere Vorgehensweise waren gleich besprochen....



Kommentare:

  1. Ganz ehrlich? Mit dir möchte ich im Krankenhaus nicht auf einem Zimmer liegen! Möchte dich sehen, wenn jemand so über dich schreibt, wenn es dich mal wirklich erwischt hat!.

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  2. Ich finde er hat das neutral geschrieben und finde da auch nichts schlimmes dran. Und ich persönlich würde es auch als störend empfinden wenn man alle 20 minuten die tür aufreisst und licht anmacht. wobei es auch nachtschwestern gibt, die kommen mit dem nachtlicht aus und können alles wechseln was gewechselt werden muss.

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